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Jugendseminar vom 23. bis 25. Mai 2025 im Doldhaus im Freizeitheim Schlempen bei St. Georgen

Eva und Clemens Weber

Das diesjährige Jugendseminar der Saitenjugend fand erstmals in einem Selbstversorgerhaus statt – dem idyllisch gelegenen Doldhaus im Freizeitheim Schlempen, tief im Wald bei St. Georgen. Für viele Teilnehmende war es das erste Mal in einer solchen Unterkunft, was im Vorfeld einige Fragen aufwarf: Was muss alles mitgebracht werden? Wie läuft die Essensversorgung? Doch trotz aller Unsicherheiten klappte vor Ort alles reibungslos.

Die musikalische Leitung des Wochenendes wie gewohnt Nicole Dietsche. Sie hatte die Stücke im Vorfeld vorbereitet und leitete die Tuttiproben. Ergänzend zu den bereits bekannten Werken wurde das Repertoire um eine Klezmer-Einheit erweitert – im Rahmen des Seminars wurden dabei die Stücke Sherele und Mazel Tov neu einstudiert. Unterstützt wurde sie von Marcus Ulmer, der mit der gesamten Gruppe das schwungvolle Stück Cappuccino Rag erarbeitete und zudem den Einzelunterricht übernahm. Für Organisation und Verpflegung war Clemens Weber verantwortlich.

Die Anreise gestaltete sich für einige Teilnehmende etwas schwierig, da das Gelände weitläufig und das Haus mitten im Wald gelegen ist. Doch nach und nach trafen alle ein und begannen gleich, das Haus und die Umgebung zu erkunden. Danach wurde eine erste Probeeinheit abgehalten. Neue Stücke wurden angespielt, bekannte aufgefrischt.

Im Anschluss wurde draußen am Lagerfeuer gegrillt und Stockbrot gemacht. Einige spielten am Feuer, andere erkundeten die Umgebung im Wald. Nach dem Abendessen folgte eine weitere Probeeinheit, bei der nun alle Teilnehmer anwesend waren. Danach begann der gemütliche Teil des Abends: Es wurde gefilzt – Hackbrettdecken und Taschen entstanden – und die Einteilung für den Einzelunterricht vorgenommen. Daneben wurde Gesellschaftsspiele ausprobiert und kleinere Gruppen probten weiter oder präsentierten Stücke, die sie zu Hause einstudiert hatten.

Am Samstag starteten die ersten Frühaufsteher bereits vor 6:00 Uhr mit einem Morgenspaziergang und halfen anschließend beim Frühstückvorbereiten. Danach ging es mit Gruppenproben und Einzelunterricht weiter. Für das Mittagessen war Valerie Horber verantwortlich, die nicht nur die Planung, sondern auch die Zubereitung übernahm – eine beachtliche Leistung bei der großen Gruppe.

Am Nachmittag unternahmen wir eine Wanderung, bei der Mike Dietsche den Teilnehmenden das Alphorn vorstellte. Viele nutzten die Gelegenheit, selbst ein paar Töne zu spielen – ein besonderes Erlebnis. Das Abendessen bestand erneut aus Stockbrot, diesmal mit großer Kreativität in der Zubereitung. Auch der zweite Abend war geprägt von Filzarbeiten, Spiel und Musik.

Am Sonntagmorgen weckte uns leichter Regen – der geplante Spaziergang fiel aus, stattdessen halfen die Jugendlichen direkt bei den Frühstücksvorbereitungen. Danach wurde noch einmal intensiv geprobt. Den Abschluss bildete ein kleines Konzert, das überraschend gut besucht war – zahlreiche Zuhörer hatten den Weg durch den Wald gefunden.

Die freie Zeiteinteilung im Selbstversorgerhaus ermöglichte uns eine flexible und intensive Probenarbeit. Noch wichtiger: Die Gruppe wuchs während des Wochenendes spürbar zusammen. Alle Aktivitäten – von der Probenarbeit bis zum Kochen und Spielen – wurden gemeinsam erlebt. Dieses Jugendseminar war nicht nur musikalisch ein voller Erfolg, sondern auch ein starkes Gemeinschaftserlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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